Vergangene Festivals
2010     2009     2008     2007     2006     2005     2004     2003     2002     2001

Rocken für den Regenwald
Rainbow-Festival mit drei Aschaffenburger Bands im
Colos-Saal

Zum bereits neunten Mal veranstalteten die Organisatoren des Aschaffenburger Rainbow-Festivals ihr traditionelles Benefiz-Musik-Marathon am Donnerstag im Aschaffenburger Colos-Saal. Mit Seven-AB, Black & White und Living Monument standen drei Bands auf der Bühne, die ihre Verstärker unentgeltlich für das Wiederaufforstungsprojekt "Uirapuru" anknipsten. Neben der Wiederaufforstung im brasilianischen Regenwald unterstützt es die Bildung und Gesundheitsvorsorge der heimischen Bevölkerung.

Seven-AB war die erste Band des Abends. Die sieben Musiker sind bekannt für ihre Auftritte mit guten Cover-Songs von Bad Religion, Blink 182 oder Blur. Dass die sieben ein eingespieltes Team sind, merkte man. Spätestens bei "Teenage Dirtbag" von Wheatus, bei dem Schlagzeuger Dennis Beck bei den hohen Textstellen mit seiner Stimme aushalf, tauten auch die letzten Besucher auf. Andi Höfler und Holger Spiegelberger überzeugten an den Gitarren bei "Otherside" von Red Hot Chili Peppers. Das letzte Lied war der Partykracher "Skandal im Sperrgebiet" von der Spider Murphy Gang. Als Zugabe wurde "Easy" von Lionel Ritchie mit einem fetten Gitarrensolo gespielt. Wer Seven-AB wiedersehen und -hören möchte, kommt einfach am 5. Juli zum KO'N-Rock nach Strietwald.

Auch Black & White stehen für solide Cover-Songs. Für diesen Abend hatten die fünf sich etwas Besonderes ausgedacht. Auf Wunsch spielten Black & White unplugged und hatten noch dazu einen Gast-Geiger aus Berlin dabei. Die Jungs begannen mit "Listen to the music" von den Doobie Brothers und nicht nur dieses Lied bekam durch die Geige einen ganz speziellen Country-Sound. Mit dem Klassiker "Every breath you take" von The Police hatte die Band das Publikum bereits nach dem zweiten Song erobert. Mit Geigen- und Gitarren Soli veredelten sie ihr Programm, darunter "Shooting Star" und "Loosin' my religion" von R.E.M.. Weiter Hits "Heart light", "Hotel California", "Summer of 69" und "Knockin' on heaven's door" zum Besten gegeben. Aber den größten Anreiz zum Mitsingen brachte dann doch der Beatles-Song "Hey Jude". Am Ende saß nur noch einer der beiden Gitarristen auf der Bühne um den Takt zu halten, denn das Publikum begleitete singend den Auszug der Band. Franz Ullrichs Combo ist am 29. Mai wieder im Colos Saal zu sehen.

Erst kurz vor 24 Uhr stiegen Living Monument auf die Bühne. Seinen Durchbruch hatte das Trio, das seit 14 Jahren zusammen spielt, beim Kommz '97. Charakteristisch für Living Monument sind ihre Instrumentals ohne Gesang. So begannen sie auch an diesem Abend mit einem instrumentalen Stück mit einem eindrucksvollen Bass-Solo von Peter Kohlert. Zum ersten Mal an diesem Abend gab es den neuen Track "Blacklight" von Living Monument zu hören. Alle Songs waren mit tollen Effekten und virtuosen Soli gespickt, das Publikum reagierte sehr ruhig und lauschte fasziniert der Musik. Bei "My home is my life" zeigte Gitarrist Markus Vollmer, dass er auch singen kann. In einem groovigen Drum N'Base-Song bewies Schlagzeuger Jan Demetrio mit lauten Schlägen sein Können. Nur schade, dass die Band bei diesem Lied nahezu im Nebel verschwand.

Quelle: Main-Echo, Jessica Hemmelmann