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Für den Regenwald: "Wir packen's an"
2000 Euro - Verein unterstützt seit Jahren Uirapuru in Brasilien

Mit 2000 Euro unterstützt der Aschaffenburger Verein Rainbow-Festival das Regenwald-Projekt Uirapuru in Brasilien. "Wir packen's an", so Christian Stock und Holger Spielberger vom Vorstand des Vereins. Unterstützt wird das ehrenamtliche Team vom Arbeitskreis Regenwald des Nord-Süd-Forums sowie einigen Förderern und Sponsoren aus Aschaffenburg.

Seit Jahren unterstützen Musiker aus Aschaffenburg und Umgebung das Projekt. Über 30 Musikgruppen aus der Region spielten in den vergangenen zehn Jahren unentgeltlich auf der Festival-Bühne im Aschaffenburger Colos-Saal für den Erhalt des Regenwaldes.

Musik und Podium
Im April dieses Jahres begeisterten die Gruppen Sauerwein und Band, Schnitzelteller Schwertransport sowie die Formation um den jetzige Landtagsabgeordneten Thomas Mütze mit ihrer Musik vor ausverkauftem Hause. Auch die Podiumsdiskussion, in der die immer noch gravierenden Probleme des Regenwaldes erörtert wurden, fand zahlreiche Zuhörer.

Gesundheit und Entwicklung
Nach Abrechnung aller Ausgaben konnten der Arbeitskreis Regenwald und der Verein Rainbow-Festival im Dezember dem Bielefelder Verein ARA den 2000-Euro-Scheck für sein Projekt Uirapuru übergeben. Das Hilfsprojekt Uirapuru unterstützt den Regenwald und die indianischen Bewohner auf vielfältige Weise. So werden indianische Gesundheitshelfer ausgebildet. In Kursen lernen sie das Erkennen und die Behandlung von Malaria, Grippe und anderen Infektionskrankheiten. Besonderer Wert wird dabei auf die Einbeziehung der traditionellen Medizin gelegt, so der Verein in einer Pressemitteilung.

Beratung und Ausbildung in indianischen Gemeinschaften schaffen die Voraussetzungen für eine selbstbestimmte Entwicklung. So erhalten die Indianer die Möglichkeit, ihre Rechte geltend zu machen und sich gegen illegalen Holzeinschlag und die Besiedlung ihres Landes zu wehren.

Gemeinsam mit den Vertretern der indianischen Völker werden traditionelle Nutzungsformen ausgebaut, um auch in bereits zerstörten oder geschädigten Regenwaldgebieten eine naturverträgliche Nutzung zu ermöglichen

Pflanzen und Erfahrungen
Außerhalb von Porto Velho unterhält Uirapuru eine Schulungseinrichtung. Zur Demonstration werden dort Heilpflanzengärten, eine Gemüsezucht und Baumschulen angelegt. Für Ausbildungskurse bringen die Indianer der verschiedenen Völker nicht nur eigene Pflanzen mit, sondern auch eine Vielzahl von Erfahrungen, die an andere weitergegeben werden können.

Quelle: Main-Echo, 03.01.2004

 

Das Stichwort: Rainbow-Festival

Der Verein Rainbow-Festival unterstützt seit 1993 in enger Zusammenarbeit mit dem Aktionskreis Regenwald des Aschaffenburger Nord-Süd-Forums Wiederaufforstungsprojekte in Lateinamerika. Seit einigen Jahren fördert die nach dem Regenbogen benannte Organisation das Projekt "Uirapuru" im brasilianischen Bundesstaat Rondonia.

Beim jährlichen Benefizkonzert "Rainbow-Festival" im Aschaffenburger Colos-Saal, das eine Grupppe junger Leute um den Mainaschaffer Holger Spielberger organisiert, kommen jeweils etwa 1000 bis 2000 Euro für Aufforstungsprojekte zusammen. Damit lassen sich in Südamerika jährlich zwei bis drei große Baumschulen unterhalten, teilt der Verein mit.

Laut den Festival-Veranstaltern haben Indianervölker über viele Generationen hinweg eine schonende Nutzung der Regenwälder entwickelt, die das Überleben einer unermesslichen Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten sicherte. Die Waldvölker möchten ihre traditionelle, naturverbundene Lebensweise fortsetzen, heißt es auf einer Website des Rainbowfestivals. Doch Holzfäller, Großgrundbesitzer und Goldsucher dringen immer tiefer in den Regenwald ein.

Die Geld-Spenden werden für die Absicherung der indianischen Lebensräume und Aufforstung eingesetzt. Sie ermöglicht damit den Erhalt der indianischen Kultur und unterstützt den Widerstand der Waldbevölkerung gegen die Zerstörung der Regenwälder, so der Verein Rainbow-Festival.

Quelle: Main-Echo, 14.04.2004